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Erläuterungen zum „Automatischen Informationsaustausch“ – Deutschland

Das Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz (FKAustG)

Weltweit über 100 Staaten und Gebiete haben sich unter dem sogenannten Common Reporting Standard wechselseitig über einen Austausch der jeweiligen Finanzbehörden zu steuerrelevanten Kundendaten untereinander verständigt. Ergänzende Informationen zu den teilnehmenden Staaten erhalten Sie unter:

Dazu trat das Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz (FKAustG) am 1. Januar 2016 in Kraft. Alle Banken sind demzufolge gesetzlich verpflichtet, ab dem 1. Januar 2016 die steuerliche Ansässigkeit ihrer Kunden festzustellen beziehungsweise eine mögliche steuerliche Ansässigkeit im Ausland zu überprüfen. Dies gilt in bestimmten Konstellationen auch für die beherrschenden Personen von Rechtsträgern.

Sofern Sie als Kunde unseres Hauses nach unseren Informationen steuerlich in einem anderen Staat als Deutschland ansässig sind oder es Indizien gibt, die auf eine steuerliche Ansässigkeit außerhalb Deutschlands hindeuten, sind wir verpflichtet, Ihre Daten an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu melden.

Der automatische Austausch von Steuerinformationen erfolgt direkt zwischen den zuständigen Behörden der Vertragsstaaten, auf Basis einer jährlichen Berichterstattung und gemeinsamer Melde- und Sorgfaltsstandards. Dabei haben sich die Mitgliedsstaaten verpflichtet, von den in ihrem Gebiet ansässigen Finanzinstituten (Banken, Versicherungsgesellschaften) Informationen über in anderen Vertragsstaaten steuerpflichtige Personen zu erheben und diese den anderen Vertragsstaaten, beispielsweise Deutschland zur Verfügung zu stellen. Dementsprechend werden wir folgende Daten erheben und im Falle einer Meldeverpflichtung an die BZSt übermitteln:

  • Name, Anschrift, Ansässigkeitsstaat, Steueridentifikationsnummer/TIN, sowie Geburtsdatum und -ort
  • Kontonummer
  • Depotwerte sowie Kontosaldo
  • gutgeschriebene Gesamtbruttobeträge der Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden und anderer Erträge
  • Gesamtbruttoerlöse aus der Veräußerung oder dem Rückkauf oder der Einlösung von Finanzvermögen, insbesondere Wertpapieren

Diese Meldepflicht gilt ab dem Jahr 2017 jeweils für das zurückliegende Kalenderjahr. Die deutsche Finanzverwaltung leitet ab 2017 die Daten an alle relevanten Staaten weiter, sofern Indizien einer steuerlichen Ansässigkeit vorliegen und mit diesen ein entsprechendes Rechtsabkommen besteht.

Deutschland erhält im Gegenzug Daten über die Konten in Deutschland ansässiger Personen aus diesen teilnehmenden Staaten.

Wir weisen darauf hin, dass die Meldungen im Rahmen des „Automatischen Informationsaustausches“ Sie nicht von Ihren Steuererklärungspflichten gegenüber Ihrer lokalen Steuerbehörde entbinden. Zudem können auf Grund unterschiedlicher Meldevorschriften die im jährlich zugestellten steuerlichen Report enthaltenen Daten Ihrer Konten von den im Rahmen des Informationsaustausches gemeldeten Daten abweichen.

Die DZ PRIVATBANK S.A. ist eine für die Verarbeitung von Daten Verantwortliche im Sinne des luxemburgischen Datenschutzgesetzes. Gemäß Art. 28 des Luxemburger Datenschutzgesetzes können Sie auf Antrag Auskunft über die Sie betreffenden Daten, die an die zuständige Steuerbehörde in Deutschland gemeldet werden, erhalten. Sofern relevante sachliche Fehler (z.B. bei falscher Schreibweise des Namens) aufgetreten sind, können Sie eine Korrektur verlangen.

Die DZ PRIVATBANK S.A. darf generell keine individuelle Beratung in steuerlichen Angelegenheiten durchführen. Zur Klärung steuerlicher Fragestellungen ist gegebenenfalls ein steuerlicher Berater hinzuzuziehen.

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