Erfahrungsberichte

Wie ist das eigentlich so im Dualen Studium der DZ PRIVATBANK?

Aline Ladewig, erste erfolgreiche Absolventin des Dualen Studiums „BWL Bank“ und damit Pionierin in der DZ PRIVATBANK im Interview mit Sonja Henn (Personalentwicklung und –controlling)

SH: Frau Ladewig, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem sehr gut bestandenen Bachelor-Abschluss.

AL: Vielen Dank!

SH: In dem Interview möchten wir Sie gerne zu Ihren Erfahrungen mit dem Dualen Studium befragen und wie Sie die Ausbildung in der DZ PRIVATBANK erlebt haben. Erste Frage: Wenn jemand von Ihnen wissen möchte, wie ein Duales Studium aufgebaut ist, was antworten Sie dieser Person?

AL: Das Duale Studium ist eine Kombination aus Studium und Ausbildung und dauert drei Jahre. Hierbei wechseln sich Theorie und Praxis alle drei Monate ab. Die Theoriephasen finden an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim statt, während der Praxisphasen durchläuft man verschiedene Abteilungen in der Bank und lernt dort unterschiedliche Tätigkeiten kennen. Die Stationen und Tätigkeiten in der Bank sind an die ehemalige Ausbildung hier im Haus angelehnt, das ist aber nicht überall so.

SH: Welche Inhalte haben Sie im Rahmen Ihres Studiums kennen gelernt?

AL: Im Studium gab es Vorlesungen und Prüfungen zu verschiedenen BWL-Themen wie Makro- und Mikroökonomie, Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung, Arbeitsrecht und Mathe sowie Statistik. Bankspezifisch haben wir z.B. Kredit und Zahlungsverkehr, Asset Management und Gesamtbanksteuerung durchgenommen.

SH: Und wie war die Verbindung von Theorie und Praxis, haben Sie auch manche Themen aus der Uni bei der Arbeit wiedergefunden?

AL: Dadurch, dass ich alle Bereiche in der Bank kennen gelernt habe, konnte ich auch viele theoretische Grundlagen in der Praxis anwenden. Das war hier in der Bank ein großer Vorteil, den die meisten meiner Kommilitonen nicht hatten.

SH: Und was würden Sie sagen, sind die positiven und negativen Aspekte des Dualen Studiums im Vergleich zu einem Vollzeitstudium?

AL: Positiv ist besonders die ineinander greifende Verbindung von Theorie und Praxis. Im Vergleich zum Vollzeitstudium gibt es beim Dualen Studium einen hohen Praxisanteil. Viele von meinen Freunden im Vollzeitstudium haben ihr Praktikum gerne ans Ende der Studienzeit geschoben und dann auch nur wenige Wochen dafür zur Verfügung gehabt. Auch während des ganzen Studiums bereits durchgängig ein Gehalt zu beziehen ist auf jeden Fall ein Vorteil.
Manchmal kommen jedoch je nach Studiengang die Praxisphasen zu kurz. Der Unialltag ist durch die Vielzahl an Vorlesungen und große Menge an Input sehr intensiv, die Inhalte müssen abends und am Wochenende nachgearbeitet werden. Ein typisches „Studentenleben“ ist bei einem Dualen Studium kaum möglich.

SH: Gab es ein besonderes Ereignis während Ihrer Ausbildung, welches Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

AL: Ja, bei meiner letzten Station in der Bank habe ich an dem neuen Programm „Alternative Investmentfonds“ mitgearbeitet. Dies wurde und wird neu in der Bank aufgebaut und etabliert, ich habe viele Aufgaben in Eigenverantwortung bearbeiten können, das hat Spaß gemacht.

SH: Wie lautet Ihr Fazit zum Dualen Studium? Würden Sie es wieder tun?

AL: Für mich persönlich fällt das Fazit ambivalent aus. Auf der einen Seite sind der große Praxisbezug und die frühe Integration ins Unternehmen von Vorteil, und dass man bereits Geld verdient. Andererseits waren die Theoriephasen durch den intensiven Input sehr stressig und mein Eindruck ist, dass das Duale Studium als Ausbildungsform noch nicht bei allen Arbeitgebern bekannt ist und erst einmal Fragen aufwirft.

SH: Haben Sie für die Studenten, die zurzeit in der DZ PRIVATBANK das Duale Studium durchlaufen oder dieses Jahr beginnen Tipps, die Sie ihnen mitgeben möchten?

AL: Als Pionierin hatte ich viele Möglichkeiten meine Ausbildung mitzubestimmen, dies würde ich auch den anderen Studenten empfehlen. Ansonsten: Schaut über den Tellerrand, engagiert euch z.B. an der Uni in der Studierendenvertretung, macht bei Veranstaltungen mit oder helft bei der Organisation. Und nehmt alles mit, was die Stadt Mannheim zu bieten hat :-)

SH: Vielen Dank Frau Ladewig!